Und wieder ist ein Jahr vorbei und wieder können wir das Loy Krathong Fest in unserer Wahlheimat feiern, aber was ist das überhaupt?
Loy Krathong ist eines der bekanntesten und farbenfrohsten Feste in Thailand, das jährlich am Vollmond des 12. Monats im thailändischen Lunarkalender gefeiert wird. Es fällt in der Regel in den November und markiert das Ende der Regenzeit. Das Fest hat sowohl religiöse als auch kulturelle Bedeutung und zieht jedes Jahr Tausende von Touristen und Einheimischen an. Loy Krathong bedeutet übersetzt „das Krathong treiben“. Ein „Krathong“ ist ein kleines, meist aus Bananenblättern geflochtenes Boot, das mit Blumen, Kerzen und Räucherstäbchen geschmückt wird. Die Thailänder glauben, dass das Treiben der Krathongs auf dem Wasser die Geister des Wassers besänftigen und Glück bringen soll. Zudem symbolisiert es das Loslassen von negativen Gedanken und Problemen und davon gab es in den letzten Monaten ja bekanntlich genug.
Am Vormittag gab es ein fantastisches Programm in der Schule und es wurden wieder selber die Krathongs aus 100% Naturmaterial gebastelt. Was Anfangs noch etwas schwierig war, ist inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen und somit schnell gemacht.
Auch wenn das Video schon 2 Jahre alt ist, könnt ihr hier sehen, was bei uns in der Schule so läuft.
Am Abend haben wir uns dann auf den Weg zum Tempel vor der Tür gemacht und unsere Krathongs aufs Wasser gelassen.
Unser viertes Jahr im Ausland hat begonnen, Zeit für eine erste Zwischenbilanz.
Zuerst stellt man sich die Frage, ob man es wieder tun würde und diese können wir inzwischen ganz eindeutig mit „JA“ beantworten. Auch wenn es immer noch ab und an Stolpersteine gibt und wir bis auf die Knochen genervt sind, ist die Pro Seite einfach sehr lang.
Fangen wir einfach mal mit den Basics an:
Auch wenn wir in Deutschland immer wunderschöne Wohnungen und deutlich stressfreiere Vermieter hatten, leben wir in einem wunderschönen Haus mit einem kleinen Garten am Ende einer Sackgasse. Der Schulweg und damit mein Arbeitsweg ist kurz und ziemlich sicher. Nach der Schule können die Kinder einfach rausgehen, mit den Rädern oder Skateboard die Straßen unsicher machen und einfach Kinder sein.
Hat man Lust auf ein Eis, eine Tüte Chips oder Cola, gehts zum 7/11, der einfach immer geöffnet ist und keine „Tankstellenpreise“ aufruft.
Frisches Obst und Gemüse vom Markt ist praktisch zu jeder Zeit zu kleinsten Preisen verfügbar und auch „exotische“ Nahrungsmittel sind gut zu erhalten.
Auch das konstant heiße Wetter -es ist nunmal tropisch- ist immer berechenbar und man erlebt selten Überraschungen.
Ganz allgemein ist der Komfortfaktor einfach enorm. Auch eine nach hiesigen Verhältnissen gut bezahlte gute Fee im Haushalt ist kein finanzieller Kraftakt und gehört hier fast zum guten Ton. Für uns ist es eine große Hilfe, denn unser Haus ist mit 280m2 und den schönen Parkettböden alles andere als pflegeleicht, für unsere gute Fee ist es ein sicherer Job. Gartenarbeit in Deutschland ist eigentlich ganz schön, hier aber auf Grund des Klimas eher lästig. Da ist der Gärtner quasi das zweite „Pflichtpersonal“.
Ganz oben stehen aber unsere Kinder: Die Jungs haben sich in den vergangenen 3 Jahren unglaublich entwickelt, sind super selbständig, sprechen fließend Englisch, spielen T-Ball, Basketball und andere Sportarten im Schulteam, nehmen an Wettkämpfen teil und sind inzwischen ausgezeichnete Schwimmer. Letzteres ist hier auch nicht unwichtig, verbringen wir doch viel unserer eher knapp bemessenen Freizeit am Wasser.
Auch Hannahs Fernstudium neigt sich dem Ende zu, was durch die hervorragende Infrastruktur im IT Internetbereich nochmals begünstigt wird.
Ebenfalls positiv können wir die hiesigen Transportmöglichkeiten nennen. Auch wenn der Verkehr Downtown katastrophal ist, ist ein Vorankommen zu jeder Tages- und Nachtzeit problemlos und günstig möglich. Leider ist die Hochbahnlinie immer noch nicht einsatzbereit, aber alles was nicht mit Roller, Auto oder Golfcart machbar ist, kann auch per Taxi bzw. Grab oder Bolt erreicht werden, ohne dass man hinterherhinken zum Monatsende pleite ist. Eine Fahrt mit der Familie im Bolt in die Stadt schlägt mit etwa 200 THB zu Buche, mit dem Airportraillink ist es zwar in der Summe teurer, aber man kommt schneller ans Ziel.
Rückschläge
2023 und 2024 haben uns dann die wirklichen Nachteile aufgezeigt, wenn man noch Familie in der „Heimat“ hat. Im Februar 23 erhielt ich die Nachricht, dass meine Mutter Krebs im Endstadium und nicht mehr viel Zeit hat. In den Osterferien ging es dann also nach Deutschland und es mag makaber klingen, aber es war ein Abschiedsbesuch. Schön war es trotzdem und auch Papas Geburtstag konnten wir immerhin noch zu dritt „feiern“.
Der Rückflug war schon mit einem mulmigen Gefühl verbunden, aber innerlich war dann doch alles ziemlich „aufgeräumt“. Im Juli ging es dann wieder nach Deutschland – das Unvermeidbare war eingetreten und auch wenn er es nicht wollte, habe ich dann Mama mit Papa auf ihrem letzten Weg begleitet.
Blöderweise wurde dann auch mein Papa während einer harmlosen Routine-OP sehr krank und auch in diesem Moment wurde die Distanz schmerzlich bewusst. Er ging nicht ans Telefon und im Klinikum hatte man keine Ahnung, wo er liegen würde. In solchen Momenten ist es dann wirklich fatal, so weit weg zu sein. Glücklicherweise habe ich ihn dann doch ausfindig machen können und war dann etwas beruhigter. Dass sein Weihnachtsbesuch bei uns damit völlig unrealistisch wurde war schnell klar, also bin ich im Dezember wieder geflogen und wir hatten ein schönes Weihnachtsfest im Schwarzwald. Kurz vor Ostern -Karfreitag- gingen dann meine inneren Alarmglocken und leider haben diese keinen Fehlalarm ausgelöst. Die Nachricht von Papas Tod, so friedlich er wohl gewesen sein mag, war ein unglaublicher Schlag. So schnell waren alle Pläne hinfällig und beide Eltern in so kurzer Zeit zu verlieren….
Ein Jahr nach meinem Abschiedsbesuch bei Mama, flogen Hannah und ich dann wieder -erstmals gemeinsam- nach Deutschland, um meinen Papa auf seinem letzten Weg zu begleiten. Auch wenn Papa alles geregelt hatte und wir jedes noch so kleine Detail besprochen hatten, war das auf einmal bittere Realität. Auch hier ist die Entfernung einfach nicht zu vernachlässigen und auch die knappe Zeit. Dennoch haben wir es in nicht ganz zwei Wochen geschafft, alles zu regeln und Papa so zu beerdigen, wie er es wollte. Dass das alles so unkompliziert ging, lag aber auch an der perfekten Vorbereitung für den Fall der Fälle und daran, dass es auch schlicht und ergreifend keine materiellen Werte gab. Anders sieht es bestimmt aus, wenn z.B. Wohneigentum vorhanden ist, was man wirklich beachten sollte, wenn man den gleichen Entschluss fasst wie wir.
Was nervt denn nun richtig?
Auch wenn das Wetter wirklich berechenbar ist, fehlen uns die langen ausgedehnten Spaziergänge an der frischen Luft. Ist das im Norden Thailands -also im Urlaub- noch ganz erträglich, ist es hier einfach immer heiß und drückend. Da macht es nicht wirklich Spass.
Papierkram ist auch immer wieder ein Thema, denn bei all der wirklich tollen digitalen Infrastruktur, geht hier dennoch viel ganz klassisch mit Papier und das ist ja bekanntlich geduldig.
Ebenfalls ein nicht zu vernachlässigender Nervfaktor ist die Krankenversicherung. Die meines Arbeitgebers deckt nicht die ganze Familie, so dass 2 von uns 4en anders versichert sein müssen. Besonders die von vielen Seiten gelobte Safetywing Versicherung, hat sich hier eher als Katastrophe herausgestellt. Nicht ein eingereichter Beleg wurde erstattet, kassieren konnte man fleißig und wenn ein Zehnagel operativ entfernt werden muss (!!!) und die Versicherung das ablehnt, da es kosmetischer Natur wäre, stellt sich echt die Frage „Ist eine eventuell notwendige Beatmung eine Kurbehandlung?“.
Weiß man aber um diese Dinge, dann lässt es sich gut aushalten und wir würden es definitiv wieder machen.
Einmal im Land geht es dann nochmal um das Visum. Bei uns musste das Non-B nach Einreise umgewandelt werden, so dass es 1 Jahr gültig ist. Ein Prozess, den unser HR -wie auch die jährliche Verlängerung- übernommen hat. Da das auch je nach Visum unterschiedlich ist, gehe ich hier nicht auf Details ein, sondern rate wie bei vielen anderen Dingen zu einem Spezialisten / Agent.
Vielmehr soll es im folgenden Abschnitt um zwei weitere wichtige Prozesse gehen, die man als Ausländer beachten und tunlichst einhalten sollte.
Das TM30, oder die Wohnsitzmeldung für Ausländer
Das TM47, oder der legendäre 90 days report
Als Ausländer seit ihr verpflichtet euren Aufenthaltsort bei der Immigration zu melden und zwar jedes Mal, wenn er sich ändert. Dazu muss ein TM30 ausgefüllt werden. Hotels machen dies automatisch beim Checkin und verlangen daher in der Regel auch die Pässe aller Personen. Kehrt ihr allerdings nach Hause zurück, ist auch dies meldepflichtig! Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:
a.) Ihr bittet jedesmal euren Landlord darum, das für Euch zu erledigen, oder
b.) ihr macht es selber. Variante B ist auf Dauer viel komfortabler und unser Weg.
Was benötigt ihr dafür? Ihr benötigt eine Kopie (Foto reicht) der ID Card vom Landlord und noch eine Kopie vom gelben Hausbuch. Sprecht das am besten direkt bei Unterzeichnung des Mietvertrags mit eurem Vermieter ab, in der Regel geben sie euch das gerne, denn es erspart ihnen „lästige“ Arbeit.
Im nächsten Schritt besucht ihr die entsprechende Website der Immigration und registriert euch. Der Prozess geht schnell und ist eigentlich gut verständlich. Achtung: Verwendet EURE Emailadresse!
Ist die Registrierung abgeschlossen, könnt ihr loslegen. Bei weiteren Fragen könnt ihr gerne das Kontaktformular benutzen.
Alle 90 Tage müsst ihr euch unabhängig vom TM 30 mit dem TM47 bei der Immigration melden. Solltet ihr aus- und wieder einreisen, gelten die 90 Tage ab Einreisedatum. Hier lohnt sich ein einfacher Kalendereintrag. Versäumt man das, wird es spätestens bei der Visumsverlängerung mit 2000 THB pro Kopf schnell teuer.
Auch hier müsst ihr euch auf der entsprechenden Website der Immigration registrieren und könnt es dann selber machen. ACHTUNG: Der erste 90 Days Report nach Einreise muss leider persönlich erfolgen!
Einmal angelegt, geht es ähnlich wie beim TM30 und die Seite ist eigentlich selbsterklärend. Ihr könnt das bis zu 14 Tage im Voraus machen, was durchaus ratsam ist. Wird man nämlich abgelehnt -passiert immer mal wieder- hat man nämlich genug Zeit, es noch einmal zu versuchen. Bei uns hat schonmal ein Zahlendreher für Verwirrung gesorgt, danach war es aber kein Problem. Achtet nur darauf, dass alle Daten exakt sind und eure Adresse zu 100% identisch mit der auf dem TM30 sind, welches ihr im besten Fall direkt davor einmal neu ausfüllt.
Haltet ihr euch an diese Punkte, ist auch die „gefürchtete“ Immigration gar kein Problem und habt immer im Kopf: Auch in dieser Behörde arbeiten echte Menschen und keiner ist fehlerfrei.
Und wieder ist ein Jahr vorbei und die Sommerferien stehen ins Haus. Der Norden ist wettermäßig zu dieser Zeit eine ziemlich sichere Bank, also haben wir uns ins Auto geschwungen und auf den Weg gemacht.
Nachdem die Housesitter wieder super pünktlich am Sonntag um kurz vor 8 vor der Tür standen, ging es los. Für Neugierige schonmal die geplante Route.
1. Stopp: 2 Nächte in Phetchabun
Irgendwie wollten vor allem die Jungs immer mal campen, also haben wir ein super cooles Camping Resort in Khao Kho gefunden.
Nach einem ersten ruhigen Ankunftstag, haben wir dann den zweiten Tag zur Umgebungserkundung genutzt. Leider war unser Wasserfallziel bis September gesperrt, aber auch die übrige Umgebung ist super reizvoll.
2. Stopp: 1 Nacht in Nan Stadt
Nach zwei außergewöhnlichen Nächten in Phetchabun ging es dann weiter nach Nan, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Auf dem Weg haben wir einen Zwischenstopp im Phae Mueang Phi Forest Park gemacht, der vor allem für seine Felsformationen bekannt ist. Nach einem nicht wirklich gutem Mittagessen (der erste kulinarische Reinfall seit wir in Thailand leben) und einer Runde durch den Park, ging es dann weiter nach Nan.
In Nan angekommen, gab es dann eine nicht ganz so tolle Überraschung, denn unsere Hotelbuchung über Agoda wurde am Morgen um 10.05 Uhr wegen „Nichtanreise“ storniert. Lustigerweise ist Checkinzeit ab 14:00 Uhr, so dass Hannah zu Bestform aufgelaufen ist und wir nicht nur unser wirklich nettes Zimmer beziehen konnten, sondern auch gleich ein Frühstück dabei rausgesprungen ist 😉
Blöderweise habe ich irgendwie vergessen Bilder zu machen, aber gesehen haben wir eine Menge in einem wirklich schönen Städtchen.
Bevor es dann nach Bo Kluea weiterging, haben wir noch einen Abstecher in das Nationalmuseum von Nan gemacht und diesmal gibt es auch ein paar Bilder.
Nachdem wir vergeblich eine LPG Tankstelle gesucht haben, ging es dann „auf Sprit“ weiter in Richtung Bo Kluea. Die Landschaft entlang der sehr anspruchsvollen Strecke ist aber einfach atemberaubend und lädt zum einen oder anderen Stopp an einem der kleinen Cafés ein.
3. Stop: 2 Nächte Bo Kluea
In Bo Kluea angekommen, wurden wir total freundlich in unserem Resort empfangen. Die Lage ist fantastisch, das Ambiente auch und man merkt, dass sich hier sehr viel Mühe gegeben würde. Viele liebevolle kleine Details sorgen für einen unvergesslichen Aufenthalt.
Nach Bezug unseres Bungalows, ging es dann ins Dorf und wir haben uns den berühmten Salzbrunnen und die dazugehörige Handwerkskunst angesehen.
Tagesausflug nach Pua mit Rückweg über Sapan
Von unserem Resort aus, ging es über traumhafte Straßen zur nächsten LPG Tankstelle und dann an einen wunderschönen Wasserfall. Eigentlich wollten wir nur ein bis zwei Stunden da bleiben, es wurden dann aber doch gut vier.
Ein fantastischer Ort, an den sich kaum eine Menschenseele verirrt, nur am Nachmittag kamen dann ein paar Jugendliche, um „zu chillen“.
Nach 5 Nächten in völliger Ruhe und traumhafter Landschaft, ging es dann weiter nach Chiang Mai. Bis zu unserer Ankunft haben wir tatsächlich nur ZWEI Ausländer getroffen und gerade die blonden Kinder waren immer eine Attraktion und haben tapfer für das eine oder andere Foto hergehalten. In Chiang Mai ändert sich das dann aber radikal, aber bevor es um den Stopp in Chiang Mai geht, gibt´s erstmal ein paar Bilder von der Fahrt an unser nächstes Ziel.
Um es mit den Worten des perfekt englisch sprechenden Guides zu sagen: Welches Kind findet Poo-Poo nicht lustig? Etwa 20 Minuten vom Zentrum entfernt liegt dieser Park, der einzig und allein von Elefantenexkrementen handelt. Da die Dickhäuter schlechte Futterverwerter sind, eignen sich deren faserhaltigen Ausscheidungen nämlich perfekt dazu, um daraus Papier herzustellen. Vom Säubern, Kochen, Schreddern und Färben zum fertigen Papier, wird hier einfach alles auf spielerische und lehrreiche Art erklärt und am Ende der Führung kann man dann verschiedene Kunstwerke aus „Elephant-Poopoopaper“ selber verzieren und thematisch passende leckere Kekse genießen. Alles andere als Schxxxx 😉
Von unserem sehr schönen Hotel aus -ok, der Roomservice war nicht gerade herausragend gründlich- gab es neben mehreren Ausflügen in die Altstadt noch ein weiteres Ausflugsziel.
Tagesausflug zum Tweechol Botanical Garden
Etwa 20 Minuten vor den Toren Chiang Mai’s, befindet sich dieser schöne botanische Garten. Man kann ihn gut zu Fuß erkunden, oder ein Golfcart bzw. Fahrräder mieten. Wir haben den „gigantischen“ 3km Fußmasch gewählt.
5. Stopp: 2 Nächte in Mae Wang
Nur etwa eine Stunde südlich von Chiang Mai liegt unser nächstes Ziel. Die Chiang Mai Elephant Friends. Am ehesten kann man dieses Resort als Hotel mit integriertem Sanctuary sehen. Lest einfach hier, worum es geht.
Von unserem Bungalow aus, hat man einen traumhaften Blick auf den kleinen Fluss, auf dem man auch eine Bambooraftingtour unternehmen kann. Das haben wir natürlich nicht ausgelassen.
Nach einem „Wake-up-Call“ der ganz besonderen Art, ging es weiter in den Doi Inthanon Nationalpark und natürlich auf den Gipfel des höchsten Berges von ganz Thailand. Trotz Regen war es unglaublich beeindruckend zu sehen, wie sich die Vegetation mit jedem Höhenmeter verändert. Die Straßen waren wieder recht anspruchsvoll und steil, aber jeder Meter hat sich gelohnt. Einziger Wermutstropfen war hier allerdings die „Zweipreispolitik“ hierzulande. Mit 900 THB und 30 THB fürs Auto, haben wir als Ausländer den 5-fachen (!!!) Preis zahlen müssen, auch wenn wir hier leben, arbeiten und Unmengen an Steuer zahlen. Auch Thailändische Ausweispapiere und Arbeitserlaubnis helfen in diesem Nationalpark nicht. Gelohnt hat es sich trotzdem.
Am Abend fing es dann kräftig an zu regnen, so dass wir einen Besucher bekommen haben, der Schutz auf unserer Veranda gesucht hat. Irgendwie schon fast kitschig, aber Regen im Urlaub in einer (samt Aircon zugegebenermaßen sehr komfortablen) „Hütte“ mitten im Urwald ist schon ein echtes Erlebnis.
6. Stopp: 5 Nächte in Pai
Nur knappe 100 Kilometer weiter, aber 762 Kurven und etwa dreieinhalb Stunden Autofahrt entfernt liegt Pai. Ein bezauberndes Städtchen weit im Nordwesten Thailands, welches es uns letztes Jahr schon angetan hat. Das Hotel gehörte zur gleichen Kette bestehend aus einem Buchstaben und einer Zahl und konnte, wie schon das in Chiang Mai, nicht mit Sauberkeit, aber sehr großen Zimmern trumpfen.
Die Anlage war bestimmt mal schön, man kann aber gut erkennen, dass diese eigentlich nur noch gemolken wird. Unser Zimmer hatte zwar einen Poolzugang von beiden Zimmern aus, dieser war aber gerade „gereinigt“ worden und nicht wirklich nutzbar. Glücklicherweise war der zweite Pool ganz ok, solange man sich nicht an den fehlenden Fliesen etwas aufgeschnitten hat. Das man von einem Budgethotel nicht so viel erwarten kann, war uns klar, allerdings eine ganze Anlage als Nichtraucher zu deklarieren und dann stolpert man von Kippenstummel über Müll zu Stummeln von im Pool gerauchten Joints ist schon recht fragwürdig. Auch die Gruppe lauter und ziemlich ungehobelter israelischer Touristen hat es nicht wirklich besser gemacht.
Neben dem Zimmer lag dann auch der Pumpenraum der Wasserversorgung und die Pumpen waren unfassbar laut und hatten eine Resonanz, die das ganze Zimmer ins „Schwingen“ brachte. Infos könnt ihr gerne über das Kontaktformular anfragen, diese werde ich aus verschiedenen Gründen hier nicht posten. Nach dem dann in der ersten Nacht auch noch ein Rohrbruch in der Decke das Elternbad geflutet hat, haben wir dann ein neues Zimmer bekommen. Dieses war dann auch gleich eine Ecke sauberer, heller und ruhiger. Großer Pluspunkt war allerdings das super freundliche und hilfsbereite Personal!
Aber zurück zu Pai: Ein Städtchen, dass wie eine moderne Hippie Kommune anmutet. Alles läuft hier etwas ruhiger und entspannter (liegt vielleicht an den Mengen an Gras, die hier konsumiert werden) und vor allem Vegatarierer und Veganer sollten hier ziemlich glücklich werden. Die Stadt bietet ein unfassbar tolles kulinarisches Angebot.
Um etwas mobiler zu sein, haben wir dann hier das erste Mal auf unserem Trip Roller gemietet. 100 THB pro 24h ist das günstigste Angebot, dass mir in den 3 Jahren in Thailand begegnet ist. Schnell war auch der erste Hotelfrust vergessen und die ersten Erkundungen mit dem Roller standen an.
Am Samstag findet in der Nähe vom Nolo Hub ein toller kleiner Markt statt, auf dem es bunt gemischt hergeht. An einem Park mit tollem Spielplatz gelegen, kann man hier bummeln, oder einfach bei entschleunigter Livemusik abschalten. Definitiv ein „Must-See“ in Pai.
Auch im Umland von Pai gibt es die eine oder andere Sehenswürdigkeit. Das Chinese Village hatte aber aus touristischer Sicht geschlossen, der Viewpoint ist aber definitiv einen Ausflug wert. Auch der Viewpoint bei den „Two Huts“ lädt zum Verweilen und die Kinder zum Spielen ein.
An unserem letzten Tag in Pai, ging es für Hannah und mich erstmal zur Immigration, um unseren 90 days Report abzugeben und die Immigration in Pai ist unglaublich hilfsbereit (das Hotel hatte eine Meldung vermasselt) und wir haben wieder alle Papiere in Ordnung.
Danach gab es nochmal ein tolles Mittagessen im Earth Tone und auch wenn ich alles andere als Veganer bin, werde ich hier jedes Mal nicht nur satt, sondern zufrieden.
Frisch gestärkt ging es dann nochmal auf einen fantastischen Aussichtspunkt bzw. zu einem Tempel, bevor wir unsere Roller problemlos zurückgeben konnten.
7. Stopp: 2 Nächte in Mae Hong Son
Nach einem besonderen Geburtstagsfrühstück gab es vor der Weiterfahrt ein Event der besonderen Art: Zipline mit der ganzen Familie. Ein unglaublicher Spaß; nur zum Fotos machen war keine Zeit.
Nach dem Ziplining ging es dann weiter zum nächsten Stopp: Mae Hong Son. Der erste Eindruck war jetzt nicht berauschend, aber schauen wir mal, wie es weitergeht. Der Weg -ein Teil des viel gehypten Mae Hong Son Loops- war wieder schön, auch wenn er definitiv nicht an die Straßen in Nan rankommt. Schön war es trotzdem.
Heute haben wir uns auf den Weg nach Ban Rak Thai gemacht, ein kleines chinesisches Dorf direkt an der Grenze nach Myanmar. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt und nach einem super Mittagessen ging es dann zurück ins Hotel. Da die Stadt aber -unserer Meinung nach- wirklich nur etwas für die Durchreise ist, geht es morgen dann zurück nach Chiang Mai und von da dann nach Bangkok.
8. Stopp: 2 Nächte Chiang Mai
Zurück in Chiang Mai, ging es dann erstmal ins Hotel und was soll ich sagen? Chiang Mai zieht uns jedes Mal wieder an. Nach Entspannung am Pool, ging es dann wieder in die Altstadt und natürlich gab es auch wieder gutes (vegetarisches) Essen. Am nächsten Tag gab es dann ein absolutes Highlight: Etwa 20 Minuten mit dem Auto entfernt, liegt Baan Tawai, ein Dorf voller Holzschnitzer. Hier kann man schlendern, einen Kaffee trinken und natürlich einkaufen. Am Ende des Dorfes hat ein Holzschnitzer mit seinem Team etwas ganz Besonderes erschaffen. Eine Mischung aus Shop und Museum inklusive einer kleinen „Schnitzschule“. Glücklicherweise ist unser Auto recht klein, wer weiß, was wir alles mitgenommen hätten. So wurden es dann nur 2 kleine Stücke und eine Lieferung nach Bangkok. Was es ist? Erfahrt ihr nach Lieferung 😉 Nach einem guten Abendessen im „Hummus“ ging es dann wieder ins Hotel. Nächster Stopp: ungewiss…
Vor der Weiterfahrt Richtung Bangkok, haben wir dann noch den Jingjai Market mitgenommen. Ein weiteres kleines Juwel in Chiang Mai.
9. Stopp: Eine Nacht Sukhothai
Der Urlaub geht zu Ende und die Rückfahrt nach Bangkok steht an. Einen Zwischenstopp gibt es traditionell in Kampaeng Phet, dieses Mal haben wir uns aber für Sukhothai entschieden. Die beste Entscheidung war es, nicht bis Tak Richtung Süden zu fahren und dann abzuknicken, sondern „quer durch“ zu fahren. Wieder gab es unfassbar schöne Landschaft und es wurde auf einmal wieder richtig ländlich. In Sukothai angekommen, stand dann der Checkin im Hotel an und so etwas erlebt man selten. Die super freundlichen Damen am Empfang haben uns zuerst das Zimmer in der traumhaften Anlage gezeigt und dann in hervorragendem Englisch erklärt, dass der bekannte Park etwa 15 Minuten mit dem Auto entfernt liegt. Dann haben wir eine Karte mit allen Aktivitäten bekommen, die man gut zu Fuß erreichen kann. Am Wochenende gibt es hier eine total schöne „Walking Street“ mit tollen Ständen und so unglaublich freundlichen Menschen. Da es nur unser Zwischenstopp war, konnten wir sonst nichts weiter erkunden. Fest steht aber: Wir kommen wieder.
10. und letzter Stopp: Eine Nacht Bangkok
Nach 3 Wochen und gut 3500km Roadtrip ging es heute zurück nach Bangkok.
Die Fahrt war lang und ziemlich „bescheiden“, aber wir sind gut in Bangkok angekommen. Zum Abschluss eine Nacht in einem Traveller-Guesthouse an der Khao-San-Road, die dieses Mal deutlich ruhiger war als letztes Jahr. Viel schöner sind aber die nicht ganz so überfluteten Nebenstraßen, wo man dann auch gemütlich essen kann, ohne sich anschreien zu müssen.
Die Heimat ruft und mal schauen, wohin uns der nächste Trip führt. Schaut trotzdem weiter rein, denn die Tage gibt es dann eine Zusammenfassung und Hannah hat auch noch vor, ein Video zu schneiden 🙂
Trotz der schier unbegrenzten Möglichkeiten an leckeres, gutes und günstiges Essen zu gelangen, muss man dann doch auch irgendwann mal für den Hausgebrauch einkaufen. Aber wo?
Für den üblichen Wocheneinkauf geht es für uns eigentlich immer zu den zwei großen Supermärkten Lotus oder BigC. Diese kann man am ehesten mit Aldi, Lidl oder Real vergleichen und hier bekommt ihr wirklich alles, was man für den täglichen Bedarf braucht.
Steht mal eine größere Party ins Haus, oder ihr wollt ähnlich wie bei Metro einkaufen, dann empfehlen wir euch Makro. Da jeder die europäischen Gegenstücke kennt, werde ich an dieser Stelle gar nicht mehr schreiben. Jedes dieser Geschäfte lockt mit günstigen Angeboten für Inhaber einer Kundenkarte, die auch empfehlenswert ist. Zwar sind die Einsparungen nicht wirklich hoch, in Relation zu den Landespreisen und dem Warenwert lohnt es sich aber durchaus. Sorge um persönliche Daten müsst ihr euch nicht machen, denn die kriegt hier eh jeder irgendwann und es folgen unzählige Werbeanrufe.
Soll es etwas spezieller sein und ihr habt Gelüste auf europäische Waren, dann lohnt sich ein Gang zu Villa oder Foodland. Letzterer ist sogar 24/7 geöffnet. Hier liegen die Preise dann schon merklich höher, aber man sollte auch im Kopf haben, dass es sich hier oft um Importartikel handelt.
Hat man mal etwas vergessen, dann ist 7-11 immer in der Nähe. Man mag sich fragen, wie diese Läden in solch immenser Anzahl überleben, aber sie tun es und scheinen auch durchaus rentabel zu sein. Im Prinzip kann man 7-11 mit einem großen und gut sortierten Tankstellenshop vergleichen, allerdings sind die Preise nicht einen Baht höher als bei den großen Supermärkten.
Frische Waren wie Obst und Gemüse könnt ihr bei den oben genannten Supermärkten auch problemlos einkaufen, wir gehen dafür aber jedes Mal auf die Märkte, die es hier auch an jeder Ecke gibt. Dass man Obst und Gemüse hinterher einmal abwaschen sollte, versteht sich von selbst. Auch Fleisch -so befremdlich es auch anfangs wirken mag, dass es da scheinbar so in der Sonne liegt, kann man problemlos und in guter Qualität kaufen, denn es ist frisch und liegt auch nicht lange, denn es verkauft sich schnell und dann wird frisch nachgefüllt.
Auch gibt es für Fleischliebhaber an der ein oder anderen Stelle auch regelrechte Fleischsupermärkte, wo man günstig und in ordentlicher Qualität einkaufen kann.
Ein anderes Thema ist die Versorgung mit Trinkwasser.Auch wenn Leitungswasser -entgegen vieler andere Aussagen- ok ist, sollte man es nicht als Trinkwasser nutzen. Zum Einen sind die Haustanks nicht wirklich sauber (man sollte sie regelmäßig reinigen lassen), zum Anderen ist der Chlorgehalt nicht ohne. Grundsätzlich könnt ihr Trinkwasser als Flaschenwasser kaufen, denn nur bei diesem gibt es auch Mineralwasser. Das normale Trinkwasser wird per Umkehrosmose gereinigt und ist zwar gut trinkbar, aber „tot“. Wirklich praktisch ist die wöchentliche Wasserlieferung von Sprinkle. Dazu noch einen Wasserspender kaufen und ihr habt immer ausreichend Trinkwasser zu Hause. Es ist nicht wirklich teurer als Flaschenwasser, es wird geliefert und ihr vermeidet eine Menge Plastikmüll – ein nicht zu unterschätzendes Problem in Thailand!
Sollte euch die Drogerieabteilung in den Supermärkten nicht zusagen und ihr auf der Suche nach DM und Rossmann Alternativen sein, lohnt sich ein Gang zu Watsons oder Boots. Jede Drogerie hat auch eine kleine Pharmacy, in der ihr jedes Mittel gegen Alltagswehwehchen bekommt. Werdet ihr einmal richtig krank, lest ihr hier, was man machen kann.
Eine weitere Möglichkeit bieten Euch auch die Lieferdienste Foodpanda und Grab Food, aber auch Villa und Foodland bieten einen guten Lieferservice.
Ebenfalls nicht wegzudenken sind Shopee und Lazada. Stöbert euch durch und ihr findet einen würdigen Amazonersatz. Solltet ihr allerdings auf der Suche nach Büchern sein, kommt ihr um Asiabooks nicht herum, oder bestellt bei Amazon. Amazon liefert tatsächlich auch nach Thailand, allerdings sind die Versandkosten immens.
Was die Preise angeht, ist es wie bei vielen anderen Sachen auch. Es gibt günstig und auch unfassbar teuer. Der Preis sagt aber herzlich wenig über die Qualität aus. Um eine Vorstellung über die Lebenshaltungskosten zu bekommen machen wir kein Geheimnis draus, dass für unseren vier Personen Haushalt ein Budget von 4000 THB die Woche für Einkäufe und 2-3x die Woche Abendessen an der Straße eingeplant und ausreichend ist.
Grundsätzlich ist es erstmal wichtig zu wissen, dass das relativ problemlos funktioniert. Vor Einreise informiert euch beim Department über die gültigen Bestimmungen und denkt daran, die nötigen Anträge fristgerecht und vor Abreise zu stellen. So vermeidet ihr bei Ankunft unnötigen Stress und schlimmstenfalls eine Quarantäne.
Bedenken sollte man allerdings, dass jeder Vierbeiner andere Ansprüche stellt.
Rottweiler und Bordercolli im schicken Condo Downtown sind dann eher keine gute Idee.
Allgemein ist Bangkok Downtown alles andere als ein guter Ort für unsere Vierbeiner. Zwar gibt es inzwischen ein paar Hundecafes / Wiesen, allerdings bleibt den Vierbeinern der Eintritt in Parks und öffentliche Grünanlagen verwehrt.
Anders sieht es in den gated Communities in den Vororten aus, wo sich Hunde inzwischen wachsender Beliebtheit erfreuen. Hier gibt es oft genug Gelegenheiten und Grünflächen, auf denen man gut mit den Hunden gehen und spielen kann. Bei uns treffen sich z.B. täglich gegen 17.00 viele Hunde und ihre Menschen zum Spielen und den einen oder anderen Nachbarschaftsplausch.
Außerhalb sollte man jedoch etwas vorsichtiger sein und ein Auge auf die wild lebenden Straßenhunde haben, da diese nicht immer gut einschätzbar sind.
Wie sieht es jetzt aber aus mit dem täglichen Hundebedarf wie Futter, aber auch Leinen, Floh und Zeckenschutz, K*ckbeuteln und co aus?
Die meisten Supermärkte haben tatsächlich ganz ordentliche Tierabteilungen und hat man mal das Futter vergessen, gibt’s bei 7-11 notfalls Nachschub.
Zusätzlich gibt es aber auch viele kleine Geschäfte für Haustierbedarf und auch in und um viele Malls gibt es entsprechende Läden. Auch die Wochenendmärkte sind eine gute Anlaufstelle.
Was aber wenn die treuen Gefährten mal krank werden? Ähnlich wie für uns Menschen gibt es viele gute Tierkliniken in und um Bangkok herum, aber auch viele kleinere Tierarztpraxen. Hier hilft dann oft die Googlesuche.
Unsere absolut empfehlenswerte Tierklinik findet ihr hier.
Das Thailand in Sachen Gesundheit ein fantastisch aufgestelltes Land ist, konntet ihr hier ja bereits lesen.
Thailand bietet aber nicht nur eine hervorragende medizinische Versorgung im Krankheitsfall, sondern auch in Sachen Vorsorge, Zahnmedizin und Kosmetik ist es hier ein kleines Paradies.
Dass allgemeine Vorsorgeuntersuchungen gerade für Europäer im Ausland wichtig sind, sollte hinlänglich bekannt sein. Zum einen setzt einem das Klima mitunter zu und zum anderen ist das europäische Immunsystem nicht unbedingt an die hiesigen Herausforderungen gewöhnt. Wie funktioniert das hier also mit der Vorsorge?
Viele Krankenhäuser bieten so genannte Health Check Packages an, die speziell auf Alter und Geschlecht zugeschnitten sind. Für meine Arbeitserlaubnis ist der jährliche Checkup eh verpflichtend und wird von meinem Arbeitgeber organisiert und bezahlt. Lediglich Zubuchoptionen muss ich selber zahlen. Um nun an so ein Paket zu kommen, muss man ein bisschen auf den Homepages der Krankenhäuser stöbern, oder noch einfacher sich per Line verknüpfen und schon trudeln die Angebote immer wieder ins Haus. Habt ihr etwas passendes gefunden, bucht ihr einen Termin und genießt den kompletten Service.
Sollte es etwas spezieller sein, wie z.B. Kieferorthopädie und Zahnkorrekturen können Krankenhäuser wieder eine gute Anlaufstelle sein. Die meisten Shoppingmalls haben aber eigene Bereiche rund um Zahnmedizin und Kosmetik. Eine komplette kieferorthopädische Behandlung über 2 Jahre (feste Zahnspange) hat uns hier ca. 2000€ gekostet und war damit um ein Vielfaches günstiger als in Europa und da es in Europa selten von den Kassen übernommen wird, lohnt es sich das hier zu machen. Die Qualität der Arbeit ist wirklich gut und die Beratung sowieso.
Weiter lohnt es sich, das Überangebot an Massagedienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Hier sollte man einfach experimentierfreudig sein und seinen Massagesalon unter den vielen Bewerbern selber herausfinden, da jeder Entspannung anders empfindet. Die klassische Thaimassage wirkt oft Wunder, diese setzen allerdings oft erst 2-3 Tage später ein. Die Zeit dahin kann sich schonmal anfühlen, als wäre man von einem LKW überrollt worden. Zimperlich sind die Damen und Herren hier nicht und Körpergröße sagt nichts über die Kraft in den Fingern aus. Für diese Behandlung rechnet mit ca 400 THB für 90 Minuten – gut angelegtes Geld.
Wer an Thailand denkt, denkt bestimmt nicht nur an schöne Strände und pulsierendes Stadtleben in Bangkok. Bestimmt kommen einem auch die vielen wilden Tiere in den Sinn und damit Schlangen.
Schlangen sind tatsächlich nicht selten. Von harmlosen Ratsnakes, über unseren Balkonbewohner -eine golden Treesnake-, Pythons und Cobras, kriecht einem hier wirklich so ziemlich alles über den Weg. Goldene Regel für Kinder: Fliegt der Ball in den Busch, Hilfe oder einen langen Stock holen und nicht einfach reingreifen. Tut der Biss einer bestimmten Schlangenart nur weh, kann der einer anderen nämlich schnell lebensbedrohlich werden. Seit die Guards die Cobra aus der Außenküche der Nachbarn entfernt haben, wurde dann schnell deutlich, dass Schlangen auch schnell zu einer realen Gefahr werden können.
Üblicherweise handelt es sich um eher scheue Tiere, die gar keine Lust haben, sich mit Menschen anzulegen. Kleinere Hunde und Katzen allerdings, landen so schnell schonmal in der „Umarmung“ eines Pythons und dann auch im Magen des Reptils.
In Bangkok gibt es zum einen die Snakefarm des Thai Red Cross und nur ca 30 Minuten mit dem Auto von hier das Siam Serpentarium. Beides Orte, an denen man nicht nur viele dieser Tiere durch sichere Glaswände bestaunen, sondern auch viel über sie lernen und die Angst verlieren kann. Natürlich wird man nach so einem Besuch kein professioneller Snakecatcher, allerdings lernt man eine Menge über das richtige Verhalten bei Schlangenbegegnungen.
Im Übrigen gibt es hier mit Workpermit auch Thaipreise und unterhaltsam ist es allemal und so war Larrys Einzug bei uns praktisch vorprogrammiert.
Gerade wenn man mit Kindern unterwegs ist, stellt man sich die Frage nach guter medizinischer Versorgung. Selbst wenn man selber keine hohen Ansprüche stellt, für die Kinder ist das Beste gerade gut genug und wer nach Thailand zieht, kann das beruhigt tun.
Niedergelassene Ärzte sind hier eher selten zu finden, warum auch? Es gibt Krankenhäuser! Ist man also einmal krank, auf ins nächste Krankenhaus und gerade in Bangkok gibt es diese in ähnlicher Anzahl wie Shoppingmalls. Dies hat ganz klar den Vorteil, dass so ziemlich alle erdenklichen Fachärzte unter einem Dach arbeiten und die Wartezeiten auf Termine mehr oder weniger nicht existent sind. Selbst unser „Feld-Wald-und-Wiesen-Krankenhaus“ um die Ecke, bietet einen hervorragenden englischsprachigen Patientenservice und eine sehr gute medizinische Versorgung.
Gerade mit Benni sind wir hier Stammgast, da immer mal wieder kleinere Verletzungen oder aber auch Probleme mit seinem Asthma auf der Tagesordnung stehen. Auch der Verdacht auf Denguefieber -zum Glück nicht bestätigt- hat uns hier zu einem mehrtägigen Aufenthalt „eingeladen“.
In Thailand gibt es viele „Krankenhaus-Ketten“ wie z.B. Bangkok Hospital, Samitivej oder Synapeth, die alle ähnlich hohe Standards bieten. Soll es etwas besonderes sein und Geld ist eher Nebensache, dann halt auch das Bumrungrad.
Besonders erwähnenswert finde ich die Atmosphäre und das Gesamterlebnis Krankenhaus. Statt Kantine gibt es Foodcourts in denen einen dann schonmal das Michelin Männchen anlächelt, Malls mit McDonalds, Burgerking, KFC und Co. und in den Lobbys ist es keine Seltenheit, dass jemand am Flügel sitzt und wunderschön spielt. So ist selbst das Kranksein ein Erlebnis der besonderen Art.
Aber wie läuft das jetzt genau? Im Prinzip einfach hinfahren, zur Anmeldung gehen und etwas warten. Anschließend geht es dann recht schnell zum entsprechenden Facharzt und in der Regel ist es dann auch gut. Medikamente bekommt man direkt von der Krankenhausapotheke und dann gehts an die Kasse. Da wir eine lokale Krankenversicherung haben, müssen wir normalerweise nur unsere Karte abgeben und dann war es das schon.
Einige Krankenversicherungen aus Europa stellen ihre Versichertenkarte wie eine Kreditkarte aus, allerdings ist es ratsam sich vorher über Zahlungsmodalitäten zu informieren, denn beim Arzt und im Krankenhaus heißt es Cash oder Karte.