Die Überraschung am Pier Oder: Was ist mit unserem Auto passiert?

Unbefugte Nutzung, leerer Tank und warum ihr euch unbedingt absichern solltet

Schnell, einfach – und riskant?

Wer in Thailand unterwegs ist und auf eine Insel übersetzen möchte (z. B. wie wir nach Koh Phayam), steht schnell vor der Frage: Wohin mit dem Auto?

Auch wir gaben für unseren Songkrantrip unser Auto direkt am Pier ab. Die Übergabe war unkompliziert und typisch thailändisch:

  • Schlüssel abgeben
  • kurzer Austausch
  • kein Formular, keine Dokumentation

Und schon ging es weiter aufs Boot.

Klingt praktisch – ist es auch. Aber genau hier beginnt das Risiko.

Nach der Rückkehr: Irgendwas stimmt hier nicht…

Direkt als wir (4 Stunden früher als geplant) am Parkplatz ankamen, fielen uns mehrere Dinge auf:

  • Das Auto war offensichtlich deutlich bewegt worden
  • Der Tank war plötzlich fast leer
  • Der Innenraum war stark verschmutzt, und überall lag Zigarettenasche – obwohl wir Nichtraucher sind.

Die Situation wirkte insgesamt immer skurriler und nach genauerem Hinsehen wurde es immer deutlicher… Zuerst dachte ich, ich halluziniere, aber als Hannah meine Kopfrechenkünste per Taschenrechner bestätigt hatte war klar:

Unser Auto wurde in unserer Abwesenheit über 200 Kilometer gefahren – ohne unser Wissen oder unsere Zustimmung.

Und dann noch ein Schaden…

Beim ersten Tankstopp entdeckten wir außerdem einen Schaden am Fahrzeug, der vor der Abgabe nicht da war (und zuerst unterm Dreck versteckt lag). Der Fairness halber: Er wurde sofort reguliert und es ist wieder alles in Ordnung.

Unsere Absicherung vor Ort

Um uns rechtlich und organisatorisch abzusichern, haben wir:

  • die unbefugte Nutzung
  • sowie den entstandenen Schaden

bei der örtlichen Polizei gemeldet.

Grundlage dafür waren unsere eigenen Nachweise:

  • Fotos vom Zustand vor der Abgabe
  • Bilder nach der Rückgabe
  • dokumentierte Auffälligkeiten (z. B. Tankstand, Innenraum)

Diese Meldung dient vor allem als offizielle Absicherung, falls es später zu weiteren Forderungen oder Unklarheiten kommt, zumal das Grenzgebiet zu Myanmar nicht ganz unkritisch ist.

Was dahintersteckt oder die „typische“ Praxis in Thailand

Gerade an kleineren Piers oder bei informellen Parkservices ist es nicht unüblich, dass:

  • Fahrzeuge umgeparkt oder sogar genutzt werden
  • Schlüssel unkompliziert weitergegeben werden
  • es keine klare Dokumentation gibt

Was lokal oft pragmatisch gemeint ist, kann für Reisende schnell problematisch werden.

Unsere wichtigsten Tipps für euch

1. Schlüssel nur abgeben, wenn es wirklich nötig ist!

Wenn möglich: selbst parken oder offiziellen Parkplatz wählen.

2. Zustand IMMER dokumentieren

  • Video rund ums Auto
  • Fotos vom Innenraum und Tankstand

Das ist eure wichtigste Absicherung

3. Nutzung klar ansprechen (haben wir verpasst)

Fragt direkt nach:

  • „Bleibt das Auto hier stehen?“
  • „Wird es bewegt?“

4. Bei Rückgabe genau hinschauen

Achtet auf:

  • Innenraum (Geruch, Sauberkeit, Asche etc.)
  • Tankstand
  • Sitzposition und Details

Oft sind es die kleinen Hinweise

5. Im Zweifel: Polizei einschalten

  • Vorfall melden
  • Beweise sichern
  • alles dokumentieren

Das schafft Klarheit und schützt euch. Die Polizei war im Übrigen super hilfsbereit, freundlich uns sehr Lösungsorientiert, wenn sie auch den Sachverhalt ähnlich skurril zu finden schien.

6. Ruhig, aber bestimmt kommunizieren

In Thailand gilt:

Freundlich bleiben – aber klar auftreten

So haben wir neben einem Schuldeingeständnis auch direkt die Entschädigung für den Schaden erhalten.

Fazit: Praktisch – aber nicht ohne Risiko

Das Parken am Pier ist bequem – aber man gibt Kontrolle ab.

Unsere Erfahrung zeigt:

Es kann nicht nur um kleine Unannehmlichkeiten gehen, sondern um unerwartete Nutzung des eigenen Fahrzeugs – mit konkreten Folgen.

Mit der richtigen Vorbereitung könnt ihr euch jedoch gut schützen.

Unsere wichtigste Empfehlung

Dokumentiert alles – und gebt den Schlüssel nur ab, wenn ihr euch wirklich sicher seid.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

Schreibt uns gerne in die Kommentare oder per Nachricht – wir freuen uns über den Austausch.

Songkran 2026 – Koh Phayam

Unsere letzten Ferien in Thailand, wohin soll es gehen?

Für unsere letzten Ferien als Inlandstouristen standen noch einige Ziele auf der Liste und wir haben uns für eine kleine Insel an der Grenze zu Myanmar entschieden.

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Screenshot

Am frühen Morgen um kurz nach 6 ging es los. Da unser MG schon verkauft ist, die erste lange Fahrt mit dem Ford und was soll ich sagen: Auch der inzwischen 15 Jahre alte Kleinwagen hat sich als ziemlich komfortabel und vor allem sparsam erwiesen..

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Mit einem Verbrauch von unter 6 Litern haben wir die erste Etappe gut geschafft. Diese führte uns über inzwischen sehr gut ausgebaute Straßen die gut 600 Kilometer in nur 8 Stunden in Richtung Süden, wo wir kurz vorm Pier in Ranong eine Übernachtung in einem super schönen Hotel gebucht hatten. Zum Abendessen ging es in das eher verschlafene Stadtzentrum in ein sehr schönes Restaurant mit burmesischer Küche. Der nächste Haken auf unserer kulinarischen Checkliste.

Die Kinder konnten nach der Fahrt im Fluss am Hotel spielen und so kam schon sehr schnell Urlaubsstimmung auf.

Am nächsten Morgen sind wir dann zum Pier gefahren, haben das Auto abgestellt und mit dem Frachtboot übergesetzt – ein Erlebnis, dass man nicht jeden Tag oder bei jedem Inseltrip hat.

Das Hotel war super schön, direkt am Meer gelegen und einfach entspannt.

Die Insel selber ist eine absolute Oase der Ruhe. Wenige Touristen und keine „Rollerassis“, so dass wir beim Erkunden per Roller keine Angst haben mussten von irgendwelchen Gestalten umgefahren zu werden. Auch kulinarisch gab es wieder eine Menge zu bieten und die Strände sind traumhaft schön.

Freitag morgen ging es dann mit dem Speedboat zurück, da wir am Abend wieder zu Hause sein wollten, am Pier gab es dann eine Überraschung, aber dazu gibt es einen eigenen (lesenswerten) Beitrag 😉